Die Herren Bernhard Ziegler (3.v.l.) und Detlef Krau (4.v.l.) wurden bei der Vertreterversammlung erneut in den Aufsichtsrat gewählt.

Pressetext aus dem Schlitzer Boten

Vertreterversammlung der Volksbank Lauterbach-Schlitz im Wartenberg-Oval

Geschäftsentwicklung fand Zustimmung in allen Bereichen.

Zur Vertreterversammlung hatte die Volksbank Lauterbach Schlitz am Mittwochabend die173 neu gewählten Vertreter in das Wartenberg-Oval eingeladen, die neben den anwesenden MitarbeiterInnen des heimischen Geldinstituts und zahlreichen Gästen, die „wunderschöne Räumlichkeit“, wie sie Norbert Lautenschläger in seinen Ausführungen nannte, nahezu vollständig füllten. Da sich die Mitgliederzahl erhöht hatte, hat sich auch die Zahl der Vertreter gegenüber der letzten Wahl erhöht.

Grußworte des Aufsichtsratsvorsitzenden

Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Albrecht Lerch konnte neben den gewählten Vertretern zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und dem FinanzVerbund der Volksbanken und Raiffeisenbanken begrüßen. Seine besonderen Grüße galten diesmal den neu gewählten Vertreterinnen und Vertretern. In turnusmäßig stattfindenden Wahlen hatten die Mitglieder der Volksbank Lauterbach-Schlitz zu Beginn des Jahres ihre neue Vertreterversammlung gewählt, die nun erstmals zusammengekommen war, um im Auftrag der Mitglieder den Bericht des Vorstandes und Aufsichtsrates zur Geschäftsentwicklung entgegenzunehmen und über das abgelaufene Geschäftsjahr 2012 zu beschließen. Besondere Grüße galten auch einigen Stadtoberhäuptern, dem ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Siegbert Ortmann, den im Ruhestand befindlichen, ehemaligen Vorständen Heinrich Mai und Franz Gregor Günther sowie den Vertretern der Presse. Nach einem mit Lichtbildern unterlegten Rückblick auf das Weltgeschehen und dem Gedenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder erstatteten die Vorstände Norbert Lautenschläger und Alexander Schagerl die Berichte über das Geschäftsjahr 2012.

Leitzinssenkung lässt DAX steigen

Ein Resümee zum Internationalen Jahr der Genossenschaften 2012 und einen Blick auf die Rahmendaten von Wirtschaft und Banken im laufenden Jahr 2013 zog zunächst Vorstandsvorsitzender Norbert Lautenschläger. Im Schatten der Großbanken und eher unbeachtet von der Öffentlichkeit hätten die vielen kleinen Volks- und Raiffeisenbanken beste Ergebnisse erwirtschaftet und – betrachte man die Ertragssituation – die anderen Bankengruppen hinter sich gelassen. Die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und die Banken blieben auch im Jahr 2013 äußerst schwierig. Der Leitzins der EZB liegt seit letzter Woche bei historisch niedrigen 0,5 %. Es werde stark diskutiert, inwieweit die Zentralbanken hier in die Wirtschaftspolitik eingebunden werden und wie lange die Finanzbranche dieses künstlich niedrig gehaltene Zinsniveau durchhalten könne. Diese Politik habe gegenwärtig dem DAX ein neues Allzeithoch von 8200 Punkten gebracht. Am Jahresende gehe man von einem Stand von 7800 Punkten aus.

Sparbeschlüsse nicht aufweichen!

Seine besonderen Ausführungen zu den europäischen Krisenländern wurden sehr nachdenklich aufgenommen. Unter anderem wies er dabei auch darauf hin, dass die Besitzverhältnisse der deutschen Bevölkerung teilweise stark hinter denen von beispielsweise Zypern, Spanien und Italien herhinkten. Es könne und dürfe nicht hingenommen werden, dass die Sparprogramme zur Überwindung der Finanzkrise aufgeweicht würden. Als Bank vor Ort berate die Volksbank Lauterbach-Schlitz ihre Kunden, insbesondere die passende Vermögensstruktur zu finden, um etwas unabhängiger von einzelnen Marktschwankungen zu sein. Vertriebsschwerpunkte im laufenden Geschäftsjahr seien die Themen Energieeffizienz und die Änderungen im Zahlungsverkehr im einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraum.

Bilanzsumme auch 2012 gestiegen

Vorstand Alexander Schagerl erstattete den Bericht zur Geschäftsentwicklung der Volksbank Lauterbach-Schlitz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012. Voraus schickte er den Hinweis, dass die genossenschaftliche Bankengruppe die Herausforderungen des Jahres 2012 eindrucksvoll gemeistert habe. Das mitgliederorientierte Geschäftsmodell habe sich erneut als stabilisierende Säule des deutschen Bankenmarktes erwiesen. Die Bilanzsumme der Volksbank Lauterbach-Schlitz sei auf 433 Mio. Euro gestiegen. Die Bilanzstrukturen blieben im Wesentlichen unverändert, die Eigenkapitalausstattung sei gut.

Vorstand Schagerl erläuterte die wesentlichen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung. Als Ergebnis des Geschäftsjahres 2012 verbleibe ein Jahresüberschuss von 4,4 Mio. EUR, die Rücklagen konnten entsprechend dotiert werden. Von dem erfolgreichen Geschäftjahr profitierten auch die Mitglieder mit der Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 6,00 %. Damit werde den Mitgliedern vor allem für ihr Vertrauen und ihre Treue zur Volksbank gedankt. Schagerl wies auch darauf hin, dass ein weiterer Anstieg des Geschäftserfolgs schwieriger werden dürfte.

Dankesworte für alle am Erfolg Beteiligten

Im Namen des Vorstandes dankte er auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre engagierte Arbeit im Jahr 2012. Aufsichtsratsvorsitzender Lerch berichtete, dass der Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen habe und leitete anschließend zur Beschussfassung über den Jahresabschluss sowie den Gewinnverwendungsvorschlag über. Die Gesamtverhältnisse der Volksbank Lauterbach-Schlitz eG seien geordnet. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk sei im Zuge der gesetzlichen Prüfung vom Genossenschaftsverband Frankfurt e.V. erteilt worden. Alle anstehende Beschlüsse wurden nachfolgend, ohne auch nur eine Gegenstimme, beschlossen, so auch die Zahlung einer Dividende in Höhe von 6 Prozent.

Bei den Wahlen in den Aufsichtsrat wurden die turnusgemäß aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Detlef Krau und Bernhard Ziegler wiedergewählt. Bei dem das offizielle Programm abschließenden Top Verschiedenes, gab es nur eine, die Gebäudeunterhaltung betreffende Wortmeldung, die völlig zufriedenstellend von Alexander Schagerl beantwortet werden konnte. Der langen Tradition folgend, wurde anschließend eine sehr schmackhafte Stärkung von den MitarbeiterInnen des Gasthofes Johannesberg gereicht, die auch reichlich zum Gedankenaustausch genutzt wurde.