Musikkabarettist Andy Ost nahm Alltagsprobleme auch jenseits des Geldes auf die Schippe. Foto: Günkel

Pressetext aus dem Lauterbacher Anzeiger vom 12.04.2013

Wie man mit Hilfe von Pizza sehr viel Geld sparen kann

Veranstaltung der Volksbank Lauterbach-Schlitz mit Kabarettist und Fachreferenten

ANGERSBACH (mgg). Auch, aber nicht nur ums Geld ging es bei der Kundenveranstaltung der Volksbank Lauterbach-Schlitz mit dem Titel „Unterhaltung, Finanzen & mehr“. Im voll besetzten Wartenberg Oval in Angersbach. Zwei Fachvorträge beschäftigten sich mit dem Thema Geldanlagen. Um Herausforderungen des täglichen Lebens ging es in den humorvollen Beiträgen des Sängers und Kabarettisten Andy Ost.

Alexander Hahn von der Union Investment in Frankfurt legte den allgemeinen Entwicklungsstand der Finanzmärkte dar, ehe Stefan Ruhl, Prokurist und Leiter des Wertpapiergeschäfts bei der Volksbank Lauterbach-Schlitz, auf konkrete Anlagemöglichkeiten einging.

Der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Lauterbach-Schlitz, Norbert Lautenschläger, erklärte kurz den Begriff des „Infotainments“, der sich hinter dem Konzept der Veranstaltung verbirgt. Er ist ein Kunstwort aus „Information“ und „Entertainment“ (englisch für „Unterhaltung“).

Andy Ost, Jahrgang 1980, hat schon früh beim Karneval in der Bütt gestanden und ist heute Dauergast in der Fernsehsendung „Mainz bleibt Mainz wie es singt und lacht“. Ab Herbst ist er mit seinem neuen Soloprogramm auf Tournee. Es trägt den an den vorletzten James-Bond-Film angelehnten Titel „Ein Quantum Ost“.

Andy Ost präsentierte seine ganz eigene Möglichkeit, Geld zu sparen. Die junge Generation lebe von der Hand in den Mund und bezahle in Fulda für einen Latte macchiato so viel wie ihre Großeltern früher für ein Grundstück. Seine Sparmöglichkeit bestehe nun darin, nicht mit dem Taxi von der Disco nach Hause zu fahren, sondern beim Italiener gegenüber der Disco eine Pizza nach Hause zu bestellen und mit dem Kurier mitzufahren. Die Pizza koste acht Euro, die Fahrt mit dem Taxi 20. So könne man auf die Dauer sehr viel sparen, handele sich aber auch Übergewicht ein.

Aber auch „Probleme“ junger Menschen, die so gar nichts mit Geld zu tun haben, verarbeitete Andy Ost – beispielsweise die eines jungen Mannes, der erstmals Vater wird. Am Umgang mit den eigenen Kindern zeige sich, wie unbeholfen Männer sein könnten – etwa beim ersten Windelwechsel. Hierzu sang Ost ein Lied mit dem Titel „Lass es Pippi sein“. Es schlossen sich noch weitere Lieder – alle zu bekannten Melodien – an, darunter „All You Need Is Schlaf“. Wie er bekannte Sänger parodierte, indem er ihre Lieder mit eigenen Texten versah und ihre Stimmen imitierte, kam besonders gut an.

Alexander Hahn erklärte, dass Konjunkturzyklen nicht mehr so lange dauerten wie noch vor ein paar Jahren. Zudem seien sie nicht mehr mit so großen Ausschlägen nach oben oder unten verbunden. Der Leitzins der Europäischen Zentralbank liege derzeit bei rund einem Prozent und werde künftig möglicherweise weiter fallen. All das mache es wesentlich schwieriger, mit Anlagen Geld zu verdienen. Wer mit festverzinslichen Wertpapieren Geld verdienen wolle, müsse Risiken eingehen, so eine von Hahns Hauptthesen. Eine gute Vermögensstruktur, so Hahn weiter, biete Inflationsschutz und damit Vermögensschutz. Geld auf normalen Konten verliere infolge der Inflation seinen Wert.

Stefan Ruhl nannte mehrere Möglichkeiten, um Geld anzulegen: Das Kaufen von Zinsen, Betätigung als Gläubiger (unter anderem durch festverzinsliche Wertpapiere), das Umwandeln von Vermögen in Sachwerte (etwa Immobilien oder verschiedenste Rohstoffe), die Beteiligung an Wachstum und Gewinn (etwa durch Aktion, Genussscheine und Fonds) und die Spekulation. Letztere sei kein Thema, so Ruhl. Möglichkeiten für risikobereite Anleger gebe es ebenso wie Möglichkeiten für Anleger mit dem Bedürfnis nach etwas größerer Sicherheit.

An diesem Abend gab es im Fernsehen die Live-Übertragung eines Fußballspiels der Champions League, das die Volksbank ihren Besuchern nicht vorenthalten wollte. Deshalb wurde es im kleinen Saal auf Leinwand gezeigt, während Häppchen und Getränke gereicht wurden und Gelegenheit zu Gesprächen mit Volksbank-Beratern bestand.