"Es macht uns Spaß, Lebensträume zu erfüllen!" – Die Vorstände Norbert Lautenschläger und Alexander Schagerl konnten während der Bilanzpressekonferenz erneut von einer guten Geschäftsentwicklung der Volksbank Lauterbach-Schlitz berichten.

Pressetext vom 16.01.2013

aus dem Schlitzer Bote

Die Volksbank Lauterbach-Schlitz konnte sich in einem schwierigen Marktumfeld gut behaupten

Günstige Kredite sollten zu notwendigen Investitionen führen / Bilanzpressekonferenz für 2012 Lauterbach/Schlitz

Hans Schmidt

Während der Bilanzpressekonferenz der Volksbank Lauterbach-Schlitz gestern Morgen, konnten die Vorstände Norbert Lautenschläger und Alexander Schagerl von einem erstaunlich guten Geschäftsergebnis berichten.

Norbert Lautenschläger ging zunächst auf die besonderen und gut angenommenen Veranstaltungen des vergangenen Jahres ein. Dabei erinnerte er an die Mitgliederversammlung mit 900 Gästen im Wartenberg-Oval, wo sogar der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier begrüßt werden konnte.
Stolz zeigte er sich, dass während der Vertreterversammlung im Festsaal der Stadt Schlitz nur einstimmige Beschlüsse gefasst werden konnten.

Erfolgreich im Förderkreditgeschäft
Die Finanzierung des gewerblichen Mittelstandes sowie Finanzierungslösungen im Privatkundengeschäft seien zwei der wichtigsten Geschäftsfelder der Bank.
"Im Juni des Jahres überreichte uns unsere Zentralbank, die DZ BANK in Frankfurt, eine Auszeichnung für erfolgreiches Förderkreditgeschäft. Als eine von wenigen Banken in Hessen durften wir die Auszeichnung entgegen nehmen. Bei jedem Kreditfall prüfen wir die bestmögliche Finanzierungsstruktur zum Wohle unserer Kunden. Die Auszeichnung ist das Ergebnis unserer qualifizierten Beratung sowohl im privaten Wohnungsbaugeschäft, wie auch im gewerblichen Kreditgeschäft", sagte er wörtlich.

Vor mehr als drei Jahren, im November 2009, habe sich die Volksbank, als erste Bank in Deutschland, die Service- und Beratungsqualität im Privat- und im Firmenkundengeschäft durch den TÜV Rheinland zertifizieren lassen und sie im Jahre 2012 erneuern lassen können.

8656 Mitglieder

Alexander Schagerl ging anschließend auf das Geschäftsergebnis ein und wies darauf hin, dass zum 31.12.2012 8656 Mitglieder mit Geschäftsguthaben von 3,2 Mio. Euro Anteilseigner der Volksbank Lauterbach-Schlitz seien; im Berichtsjahr seien der Volksbank 313 Mitglieder beigetreten.
Eine Ausweitung der Hauptstelle aus Kapazitätsgründen werde durch den Zukauf einer Nachbar-Immobilie in der Bahnhofstraße möglich, wozu die Planungen derzeit laufen würden. Der Beginn der Maßnahme solle im Sommer diesen Jahres erfolgen. Die Fertigstellung sei Ende 2014 geplant.

96 Beschäftigte

Ende 2012 waren insgesamt 96 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bei der Volksbank beschäftigt, darunter 11 Auszubildende. In der Internetfiliale würden zum Jahresende 5438 Konten (+ 4,2 %) mit einem Anlagevolumen von 50,4 Mio. EUR (+ 7,9 %) geführt. Mit der Entwicklung dieses Vertriebskanals sei man weiterhin sehr zufrieden.

Die Bilanzsumme der Volksbank Lauterbach-Schlitz, so Schagerl weiter, erhöhte sich von 404 Mio. EUR auf 433 Mio. EUR. Dies bedeute eine Steigerung von 7,2 %. Diese Steigerung resultiere zum einen aus der Steigerung der Kundenkredite und Kundeneinlagen, und zum anderen aus der Teilnahme an den Tendergeschäften der Europäischen Zentralbank. Die Eigenkapitalausstattung der Bank sei weiterhin gut. Das bilanzielle Eigenkapital werde sich, unter der Annahme der Zustimmung der Vertreterversammlung zum Gewinnvorschlag, auf voraussichtlich 25 Mio. EUR erhöhen. Auch werde man wieder eine Dividende in Höhe von 6 Prozent ausschütten können.

Die Liquidität wurde im Geschäftsjahr 2012 jederzeit gewährleistet und die gesetzlichen Normen jederzeit eingehalten. Die bankeigenen Anlagen zum 31.12.2012 hätten 237 Mio. EUR betragen.
"Die Entwicklung der Kundeneinlagen im Jahr 2012 hat sich trotz schwierigster Wettbewerbssituation positiv entwickelt. Mit unserer hohen Beratungsqualität konnten die Einlagen weitestgehend gehalten und sogar gesteigert werden. Die Kundeneinlagen zum 31.12 2012 betrugen 314 Mio. EUR.
Das bilanzielle Kreditvolumen hat sich mit einer Steigerungsrate von 4,6 % auf rund 181 Mio. EUR erfreulich entwickelt. Das gewerbliche Kreditgeschäft verlief sehr positiv. Allen vertretbaren Kreditwünschen konnten wir nachkommen.

Keine Kreditklemme

Eine Kreditklemme hat es bei unserem Mittelstand nicht gegeben. Aber auch das private Kreditgeschäft, vornehmlich die privaten Baufinanzierungen, haben im zweiten Halbjahr merklich zugenommen. Grund hierfür waren einerseits die weiterhin günstigen Marktkonditionen sowie vielfältige Vertriebsaktivitäten unserer Mitarbeiter.
Unsere Kreditvergabepolitik war jederzeit verlässlich und konstant.
Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr als 700 Kreditanträge mit einem Volumen von mehr als 73 Mio. EUR bearbeitet. Alle erkennbaren Risiken sind in ausreichender Höhe abgeschirmt", so Alexander Schagerl wörtlich.

Werteaufholung im Dax

Das Jahr 2012 sei weiterhin von der anhaltenden Euro-Krise geprägt gewesen, und die expansive Politik der Europäischen Zentralbank habe einen Preisverfall des Euro zur Folge. Die Finanzmärkte wurden mit Liquidität geflutet. Am Rentenmarkt könne man kaum noch angemessene Renditen erzielen. Die Renditen für 10-jährige Bundespapiere reduzierten sich im Jahresverlauf von 1,84 % auf 1,30 % zum Jahresende. Nach dem Motto "Liquidität sucht Anlage" kam es beim DAX zu einer erheblichen Wertaufholung. "Trotz schwieriger Marktbedingungen sind wir mit unserem Wertpapiergeschäft zufrieden. Kapitalgarantierte Anlagen wurden von unseren Kunden präferiert. Auch unser Investmentgeschäft mit unserem Kooperationspartner Union Investment hat sich sehr positiv entwickelt. Wir haben in 2012 698 Bausparverträge mit einer Summe von 17,54 Mio. EUR abgeschlossen. Hier verzeichnen wir schon seit Jahren eine überaus positive Entwicklung.
Auch im Versicherungsgeschäft können wir eine Zielerreichung vermelden.
Im Bereich Lebensversicherungen konnten wir erhebliche Vertriebserfolge generieren.
Die betriebliche Altersvorsorge und das Thema Unisex spielten hierbei eine maßgebliche Rolle".
Um die Angemessenheit der Risiken während eines Geschäftsjahres sicherzustellen, würden sie laufend überwacht.

Gesetzlich seien die Volksbanken verpflichtet, einmal jährlich Informationen Organisationsstruktur, Risikomanagement und Risiko- und Kapitalstruktur zu publizieren. Zentrales Ziel dieser Anforderung sei es, die Transparenz über die eingegangenen Geschäfte zu erhöhen, um somit über die Marktdisziplin ein risikobewusstes Management zu erreichen. Wir kommen dieser Verpflichtung mit der Veröffentlichung des Offenlegungsberichtes auf unserer Internetseite nach. Diesen kann man unter der Rubrik "Ihre Volksbank / Unsere Zahlen / Offenlegungsbericht" einsehen.
Dass diese Verpflichtungen eine immense Arbeits- und Kostenbelastung mit sich brächten, verstehe sich von selbst und mancher Kunde habe Schwierigkeiten, diese Umstände nachzuvollziehen.

Rückläufiges Zinsniveau

Aufgrund des äußerst niedrigen Zinsniveaus und weiter sinkender Margen im Kundengeschäft sei eine Reduzierung des Zinsergebnisses zu verzeichnen gewesen. Hier hielten es die Bankchefs für angebracht, über wichtige Investitionen nachzudenken
Das Dienstleistungsgeschäft habe dank erhöhter Vertriebsaktivitäten leicht gesteigert werden können.
Bei in etwa gleichbleibenden Kostenstrukturen verringere sich das Jahresergebnis geringfügig. Wir werden dennoch einen gleichbleibenden Gewinn, wie auch im Vorjahr, in Höhe von 1100 Tausend EUR ausweisen können. Mit einer cost-income-ratio in Höhe von 50 % nehmen wir einen hervorragenden Platz in der Bankenbranche ein. Dies bedeute, dass 50 Cent aufgewendet werden müssen, um einen Euro zu verdienen. Neben einer ausreichenden Rücklagendotierung von rund 2800 TEUR könne für das abgelaufene Geschäftsjahr wieder eine Dividende von rund 200 Tausend Euro ausgeschüttet werden.  2012 war das Jahr der Genossenschaften. Wir haben es genutzt, sagte Norbert Lautenschläger, um mit vielen Veranstaltungen unsere Mitglieder und Kunden mit Informationen zu versorgen und in vielen Gesprächen die aktuellen Themen und die individuellen Belange zu besprechen.

Lob an die Presse

"Das Volksbank-Jahr startete mit unserer Bilanzpressekonferenz am 11.01.2012. Hier konnten wir unser Jahresergebnis 2011 präsentieren.
Die Presse honorierte die guten Zahlen und viele Events mit sehr positiver Berichterstattung".
Mit bestandener Prüfung zu Beginn des Jahres, hätten der Volksbank neue gut ausgebildete Mitarbeiter zur Verfügung gestanden, die schnell ins Bankleben gefunden hätten. Lautenschläger ging noch etwas näher ein auf die wichtigsten Veranstaltungen, über die wir berichtet haben.
In diesem Jahr werde auch wieder eine der erfolgreichen Bankreisen angeboten und zwar am 1. Juni nach Südengland und London begeben.
Sport und Kultur stünden im Blickpunkt vieler Aktivitäten der Belegschaft. Über das gesamte Jahr würden gemeinsame Vorhaben der MitarbeiterInnen gefördert. Die Teilnahme an Fußballturnieren, an kulturellen Ereignissen, wie dem Trachtenfest in Schlitz, oder auch der gemeinsame Besuch des Musicals "Die Päpstin" in Fulda, hätten sehr guten Anklang gefunden, sie böten die Möglichkeit zum Kennenlernen und zum Dialog. Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sei von größter Wichtigkeit. Gute Bankkaufleute auf dem Arbeitsmarkt zu finden, sei eine schwierige Aufgabe. Deshalb legen man sehr großen Wert auf die eigene Ausbildung. Die R+V Versicherung informierte über finanzielle Themen rein für Frauen. Als einzige Männer an diesem Abend waren der Tontechniker, unser Prokurist Werner Waldeck und ich anwesend. "Auch für unsere jungen Kunden, und die, die es werden wollen, bieten wir im Rahmen unseres Jugendmarketing, viele Aktivitäten an.
Beim Jugendmarkt-Event "Tanzen wie die Stars" hatten sportliche Mädchen und Jungen die Gelegenheit ihr Können zu zeigen. Im komplett gefüllten Wartenberg-Oval wurden Tanzeinlagen unter der Leitung junger Tanzlehrerinnen einstudiert", so Lautenschläger weiter. Auch erinnerte er an die Teilnahme am Wirtschaftstag, und das Gewinnsparen werde durch die Teilnahme der Mitglieder und Kunden für gute Zwecke unterstützt. Am "Abend der Vereinsförderung" konnten den Vertretern von über 100 Vereinen Spenden übergeben werden.

Weiterhin niedriges Zinsniveau

"Für das Jahr 2013 gehen wir von einem weiter anhaltenden niedrigen Zinsniveau aus. Die Europäischen Staaten werden dies weiter von der EZB einfordern, um Zinsbelastungen niedrig zu halten und weitere Reformen voranzutreiben.
Die EZB müsse auch im laufenden Jahr erheblich auf die Stabilität des Euros achten.
Die Prognosen für Europa zeigten ein Wirtschaftswachstum von max. 0,5 %. In Deutschland rechne man mit einem Wachstum von ca. 1,0 %.

Hoffnung auf weiter wachsende Marktanteile

Bei unseren Planungen für das Geschäftsjahr 2013 gehen wir von weiter wachsenden Marktanteilen aus. Sowohl im bilanziellen Geschäft, wie auch im Dienstleistungsgeschäft wollen wir Steigerungsraten erzielen. Trotz des hohen Wettbewerbs in der Finanzbranche sehen wir uns gut gerüstet das umzusetzen, was wir uns vorgenommen haben. Die höchstmögliche Kundenorientierung steht auch in 2013 im Focus unseres Handelns. Unsere engagierten und kompetenten MitarbeiterInnen stehen bereit und werden alles Mögliche tun, um unsere Mitglieder und Kunden in hohem Maße zufrieden zu stellen", sagte der Vorstandsvorsitzende abschließend, und erinnerte an die Mitgliederversammlung für Schlitz, am 30.01.2013, im Festsaal der Stadt Schlitz.
Die diesjährige Vertreterversammlung werde am 8. Mai im Wartenberg-Oval in Angersbach stattfinden.