Sie stellten die Bilanz der Volksbank für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012 vor: Vorstandsvorsitzender Norbert Lautenschläger und sein Vorstandskollege Alexander Schagerl (von links, rechts Kerstin Novy, die Verantwortliche für Marketing und Vertriebsmanagement)

Pressetext vom 16.01.2013

aus dem Lauterbacher Anzeiger

Volksbank behauptet sich in schwierigem Umfeld

Bilanzsumme erhöht sich auf 433 Millionen Euro - Mitgliederzahl wieder gestiegen - Dividende soll sechs Prozent betragen

(cke). Die Volksbank Lauterbach-Schlitz behauptet sich in einem für Banken schwierigen Marktumfeld und weist eine solide Entwicklung auf. Das Resümee, das die Volksbank-Vorstände Norbert Lautenschläger (48) und Alexander Schagerl (47) gestern bei der Bilanzpressekonferenz für das Jahr 2012 zogen, fiel entsprechend positiv aus. Die Bilanzsumme erhöhte sich von 404 Millionen Euro (im Jahr 2011) auf 433 Millionen Euro. Die Dividende soll sich nach dem Willen von Vorstand und Aufsichtsrat auf sechs Prozent belaufen. Der Gewinn liegt mit 1,1 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Im Wesentlichen soll das gute Ergebnis genutzt werden, das Eigenkapital weiter zu stärken.

Einige „Highlights“ des vergangenen Jahres skizzierte Volksbank-Vorstandsvorsitzender Norbert Lautenschläger, bevor er sich mit Schagerl der Geschäftsentwicklung widmete. Unter anderem erinnerte er an die Mitgliederversammlung im Wartenberg Oval mit Ehrengast Ministerpräsident Volker Bouffier, die Auszeichnung durch die DZ BANK in Frankfurt für erfolgreiches Förderkreditgeschäft sowie die Re-Zertifizierung im Bereich Service- und Beratungsqualität im Privat- und im Firmenkundengeschäft.

Aktuell hat die Volksbank 8 656 Mitglieder mit einem Geschäftsguthaben von 3,2 Millionen Euro. 313 Mitglieder traten der Bank im vergangenen Jahr neu bei. „Wir erleben eine Renaissance des Genossenschaftswesens. Die Menschen vertrauen ihrer Bank vor Ort“, begründete Schagerl diese Entwicklung. Weiterhin unterhalte die Volksbank zehn stationäre Geschäftsstellen.

Ende 2012 waren 96 Mitarbeiter beschäftigt, darunter elf Auszubildende. In der Internetfiliale wurden zum Jahresende 5 438 Konten (+ 4,2 Prozent) mit einem Anlagevolumen von 50,4 Millionen Euro (+ 7,9 Prozent) geführt. „Das schnelle Internet-Geschäft oder auch die kompetente sowie individuelle Beratung, und all das in einem Hause, werden gerne in Anspruch genommen“, wertete Schagerl.

Die Steigerung der Bilanzsumme auf 433 Millionen Euro (eine Steigerung um 7,2 Prozent gegenüber 2011) resultiere zum einen aus der Steigerung der Kundenkredite und Kundeneinlagen, und zum anderen aus der Teilnahme an den Tendergeschäften der Europäischen Zentralbank, an denen die Volksbank „maßvoll partizipiere“. Zwar sei die Zinsspanne zurückgegangen, daneben habe es jedoch keine nennenswerten Ausfälle im Kreditgeschäft gegeben, begründete Schagerl das gute Ergebnis.

Die Eigenkapitalausstattung der Bank sei weiterhin gut. Das bilanzielle Eigenkapital werde sich, unter der Annahme der Zustimmung der Vertreterversammlung zum Gewinnvorschlag, auf voraussichtlich 25 Millionen Euro erhöhen. Die Liquidität sei im Geschäftsjahr 2012 jederzeit gewährleistet gewesen und die gesetzlichen Normen jederzeit eingehalten worden. „Bei den bankeigenen Geldanlagen wurde, neben einer ausgewogenen Fälligkeitsstruktur und einer angemessenen Rentabilität, ein großes Augenmerk auf Sicherheit gelegt. Die bankeigenen Anlagen zum 31. Dezember betrugen 237 Millionen Euro“, bilanzierte Schagerl.

Die Entwicklung der Kundeneinlagen sei trotz schwierigster Wettbewerbssituation positiv verlaufen, sie stiegen von 310 Millionen Euro im Jahr 2011 auf 314 Millionen Euro. Das bilanzielle Kreditvolumen habe sich mit einer Steigerungsrate von 4,6 Prozent von 173 (2011) auf rund 181 Millionen Euro erfreulich entwickelt. „Das gewerbliche Kreditgeschäft verlief sehr positiv. Allen vertretbaren Kreditwünschen konnten wir nachkommen. Eine Kreditklemme hat es bei unserem Mittelstand nicht gegeben. Aber auch das private Kreditgeschäft, vornehmlich die privaten Baufinanzierungen, haben im zweiten Halbjahr merklich zugenommen.“ Insgesamt seien mehr als 700 Kreditanträge mit einem Volumen von mehr als 73 Millionen Euro bearbeitet worden.

Trotz schwieriger Marktbedingungen sei auch das Wertpapiergeschäft zufriedenstellend verlaufen. Kapitalgarantierte Anlagen seien von den Kunden präferiert worden. 2012 seien zudem 698 Bausparverträge mit einer Summe von 17,54 Millionen Euro abgeschlossen worden. Auch im Versicherungsgeschäft sei das gesteckte Ziel erreicht worden. Um die Angemessenheit der Risiken während eines Geschäftsjahres sicherzustellen, würden sie laufend überwacht. Die regelmäßige Berichterstattung gegenüber dem Vorstand und dem Aufsichtsrat erfolge anhand eines Risikoberichtes. Unter der Rubrik „Ihre Volksbank/Unsere Zahlen/Offenlegungsbericht“ seien alle Informationen dazu im Intenet einsehbar.

Mit einer „cost-income-ratio“ in Höhe von 50 Prozent nehme die Volksbank einen hervorragenden Platz in der Bankenbranche ein. Dies bedeute, dass die Volksbank 50 Cent aufwenden müsse ,um einen Euro zu verdienen. Neben einer ausreichenden Rücklagendotierung von rund 2,8 Millionen Euro könne für das abgelaufene Geschäftsjahr wieder eine Dividende von rund 200 000 Euro ausgeschüttet werden. Vorstand und Aufsichtsrat würden der Vertreterversammlung eine Dividende von sechs Prozent zur Genehmigung vorschlagen.

Über die vielfältigen Mitarbeiter-, Kunden- und Marketingaktivitäten informierte im Anschluss Vorstandsvorsitzender Lautenschläger und ließ die Veranstaltungen Revue passieren, die die Volksbank im vergangenen Jahr initiiert hatte und die von Ausstellungen, Reisen, Vorträgen und Kabarett bis hin zu Spendenübergaben reichten. Und er wagte einen Ausblick auf das neue Jahr, das sicher kein leichtes werde: „Wir gehen von einem weiter anhaltenden niedrigen Zinsniveau aus. Die wirtschaftliche Entwicklung Europas, und insbesondere Deutschlands, bleibt abzuwarten. Die Prognosen für Europa zeigen ein Wirtschaftswachstum von maximal 0,5 Prozent. In Deutschland rechnet man mit einem Wachstum von zirka einem Prozent. Bei unseren Planungen für das Geschäftsjahr 2013 gehen wir von weiter wachsenden Marktanteilen aus. Sowohl im bilanziellen Geschäft, wie auch im Dienstleistungsgeschäft wollen wir Steigerungsraten erzielen“, sagte Lautenschläger. Gelingen könne dies über Qualitätseinsatz und eine hohe Kundenzufriedenheit. Hier habe die Volksbank gegenüber Mitbewerbern eindeutig den Vorteil, sehr nahe am Kunden zu sein und kurze und damit schnelle Entscheidungswege zu haben. „Die höchstmögliche Kundenorientierung steht auch 2013 im Focus unseres Handelns.“