Zufrieden mit der Bilanz für 2012: die Vorstände Norbert Lautenschläger (links) und Alexander Schagerl.

Pressetext vom 16.01.2013

aus der Fuldaer Zeitung

Volksbank wächst um sieben Prozent

vn

Lauterbach

Wachstum der Bilanzsumme um 7,2 Prozent, konstanter Bilanzgewinn von 1,1 Millionen Euro, Pläne für den Ausbau der Hauptstelle – das ist der Kern der Bilanz der Volksbank Lauterbach-Schlitz für 2012. Als erste Bank in der Region stellte das Institut gestern seine Zahlen vor.

Die Vorstände Norbert Lautenschläger (48) und Alexander Schagerl (47) sind sich einig:„Die Volksbank Lauterbach-Schlitz blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück“, sagen sie. Dem Institut sei es gelungen, den Marktanteil auszubauen. Die Bilanzsumme sei um 7,2 Prozent gewachsen. Binnen fünf Jahren wuchs die Bilanzsumme um 28,5 Prozent oder rund 100 Millionen Euro.

Wachstumsmotor 2012 war das Kreditgeschäft, dessen Volumen um 4,3 Prozent wuchs. „Eine Kreditklemme hat es für unseren Mittelstand nicht gegeben“, versichert Lautenschläger. Die Kundeneinlagen wuchsen hingegen nur um 1,6 Prozent, wobei Schagerl darauf verwies, dass andere genossenschaftliche Institute sogar Einlagen verlören. Überdurchschnittlich entwickle sich das Internetgeschäft: Online werden Bankkunden, die Geld anlegen, bessere Konditionen geboten als am Schalter. Bis zum Jahresende wuchs die Zahl der Internetkonten um 4,2 Prozent auf 5400 Konten. 50,4 Millionen Euro – 7,9 Prozent mehr als 2011 – wurden angelegt.

Fast keine Kreditausfälle

Für weiteres Wachstum der Bilanzsumme sorgte die Teilnahme der Volksbank am so genannten Tendergeschäft der Europäischen Zentralbank, das EZB-Chef Mario Draghi martialisch „Dicke Bertha“ nannte, weil es die Geldmärkte mit hoher Liquidität flutete. Die Volksbank lieh sich 2011 10 Millionen für ein Prozent Zinsen, 2012 20 Millionen Euro für 0,75 Prozent Zinsen, jeweils für drei Jahre, und legte es gewinnbringend an. „Das ist eigentlich nicht unser Geschäftsmodell, aber es bringt ein Zubrot“, sagte Schagerl.

Durch die lange Niedrigzinsphase habe die Bank Einbußen im Zinsgeschäft. Ausgleichend hätten im Dienstleistungsgeschäft die Gebühren und Provisionen um 100 000 Euro zugelegt. Erfreulich habe sich die hohe Stabilität des Kreditbereichs ausgewirkt. „Wir hatten Ausfälle von 100 000 Euro. Das ist eine untergeordnete Größe“, äußerte Schagerl.

Vorstandschef Lautenschläger beklagte, dass die Commerzbank mit Steuergeldern gestützt werde, und so in der Lage sei, genossenschaftliche Institute und Sparkassen mit „nicht marktgerechten Konditionen“ unter Druck zu setzen. Die Volksbank wolle auch 2013 ihren Marktanteil im Vogelsberg erhöhen. Das Institut setze dabei auf eine große Nähe zu den Kunden, hohe Kundenzufriedenheit sowie schnelle und flexible Entscheidungen, wie sie nur eine relativ kleine Bank bieten könne, sagte Lautenschläger. Ein Spiegel der Kundennähe sei die Auszeichnung des Förderkreditgeschäfts durch die DZ Bank, erläuterte Schagerl. Mit vielen Förderkrediten hätten Volksbank-Kunden günstige Finanzierungen erhalten, obwohl dies eine geringere Marge für die Bank bedeute.

Durch das seit Jahren anhaltende Wachstum platze die Bank in ihre Hauptstelle in der Bahnhofstraße in Lauterbach aus allen Nähten, berichtete Schagerl. Das Institut habe deshalb ein Nachbargrundstück gekauft und werde von Mitte 2013 bis Ende 2014 einen zweigeschossigen, 300 Quadratmeter großen Bereich anbauen.

In Zahlen:
Bilanzsumme: 433 Mio (397 Mio)
Kundeneinlagen: 314 Mio (309 Mio)
Kreditvolumen: 181 Mio (166 Mio)
Bilanzgewinn: 1,1 Mio (1,1 Mio)
Mitarbeiter: 96, darunter11 Auszubildende (97)
Mitglieder: 8656 (8573)
Dividende: Vorschlag an Vertreterversammlung: 6 Prozent (unverändert)

Filialen: 10 (unverändert)
(Werte für 2011 in Klammern, Quelle: Volksbank)