Klaus Fey von der Energiesparaktion Hessen
Sprach über Förderkredit: Oliver Gudat von der DZ-Bank Frankfurt
Nach den Vorträgen gab es einen Imbiss und die Möglichkeit zu Beratungsgesprächen. Fotos: M. Günkel

Pressebericht vom 17.01.2013 aus dem Lauterbacher Anzeiger

Volksbank Lauterbach-Schlitz präsentiert Energieausstellung des hessischen Energieministeriums

Lauterbach (mgg). Bis zum 25. Januar ist in der Lauterbacher Volksbank die Energieausstellung des hessischen Energieministeriums zu sehen. Vom 28. Januar bis 13. Februar kann sie in der Herbsteiner Volksbank besichtigt werden und vom 14. bis 28. Februar in Schlitz.

Bei der Auftaktveranstaltung mit zwei Vorträgen sowie Beratungsgesprächen im „Lauterbacher Hof“ in der Kreisstadt waren die Besucherreihen nahezu vollständig besetzt. Wie der Vorstandsvorsitzende der Volksbank Lauterbach-Schlitz, Norbert Lautenschläger, widmet das Institut das ganze Jahr 2013 dem Thema Energie. Zur Vortragsveranstaltung habe die Volksbank Hauseigentümer, Interessenten für den Kauf einer Immobilie sowie Handwerker eingeladen.

Klaus Fey von der Energiesparaktion Hessen (die vom hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ausgeht) erläuterte die Energieausstellung. Altbauten hätten oft einen Verbrauch von 20 Litern Heizöl pro Quadratmeter und Jahr, oft auch mehr. Als Mindestwert für eine Verbesserung nennt die Ausstellung eine Senkung auf 10 Liter pro Quadratmeter und Jahr. Der Zielwert wird mit 5 Litern angegeben.

Wie Fey erläuterte, sind Altbauten in diesem Zusammenhang Häuser, die 1980 und in den Jahren und Jahrhunderten davor gebaut wurden – oder auch Häuser, die nach 1980 errichtet wurden, bei denen jedoch die Energiespar-Vorschriften nicht eingehalten wurden.

Um eine energetische Sanierung sinnvoll zu gestalten, müsse der Interessent sehen, welche Maßnahmen sich wann rechnen. Es biete sich an, eine Isolierung des Daches vorzunehmen, wenn ohnehin dessen Erneuerung anstehe. Stets gehe es um die Frage, welche Energiekosten auf einen Hauseigentümer zukommen, wenn er nicht in energetische Sanierungsmaßnahmen investiere. Während des letzten Jahrzehnts hätten sich die Energiekosten beinahe verdoppelt, das Ende der Fahnenstange sei noch nicht erreicht, erklärte Fey.

Oliver Gudat, bei der DZ-Bank in Frankfurt am Main für Förderkredite zuständig, erläuterte die finanziellen Rahmenbedingungen von energetischen Sanierungen. Er zeigte eine Grafik über die Entwicklung der Energiekosten während der letzten 20 Jahre. Die Beträge haben sich demzufolge in diesem Zeitraum verdreifacht. Gudat betonte, dass Förderungen umso höher ausfielen, je energetisch wertvoller eine Sanierung sei. Das sei bei allen Maßnahmen zu bedenken. Am lukrativsten sei deshalb die Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus.

Wie Gudat erklärte, gewährt die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) Darlehen für energetische Sanierungen. Zudem leistet sie einen Tilgungszuschuss, dessen Höhe sich nach dem energetischen Wert der Maßnahme richtet.

Der Zinssatz für das Darlehen ist mit einem Prozent sehr niedrig, zusammen mit dem Tilgungszuschuss ergibt das eine so genannte „Negativ-Verzinsung“. Dadurch sind die Rückzahlungen niedriger als der aufgenommene Kredit. Hinzu Zuschüsse in Höhe von 50 Prozent für professionelle Beratungen im Vorfeld einer Maßnahme. Ab 1. März dieses Jahres muss man sich laut Gudat nicht mehr zwischen Zuschüssen der KfW und des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle“ entscheiden, sondern kann beides bekommen.

Bei der Volksbank Lauterbach-Schlitz seien Kunden gut beraten, so Gudat. Die DZ-Bank habe das Institut bereits mehrfach dafür ausgezeichnet. Norbert Lautenschläger sagte, die Volksbank ermögliche jedem Kunden das Bestmögliche.

Nach den beiden Vorträgen waren die Besucher während eines Imbisses zu Beratungsgesprächen mit Volksbank-Mitarbeitern sowie mit verschiedenen heimischen Unternehmen eingeladen: Elektrotechnik Weiß (Landenhausen), Bausparkasse Schwäbisch Hall, Geschwister Bergner (Türen, Fenster, Rollläden – Lauterbach), Domaschka (Dachdecker – Lauterbach), Energieberater Holger Marx (Lauterbach), Schreinerei Jürgen Döring (Lauterbach), Sachs Baudekoration (Lauterbach), Schmidt Zimmerei Holzbau (Maar), Hartmann Holzbau (Wallenrod), Willi Hamel Elektrotechnik (Lauterbach), Schreinerei Stefan Hedtrich (Wernges), Bernhard Dittrich (Heizung und Sanitär – Allmenrod), Schreinerei Hans Bernhardt (Frischborn).