Bernhard Diehl und Bereichsleiter Stefan Ruhl bei der Ausstellungseröffnung

Pressetext aus dem Lauterbacher Anzeiger vom 25.06.2013

Besonderer Blick für Flora und Fauna

Naturfotograf Bernhard Diehl zeigt seine Arbeiten in Schalterhalle der Volksbank

Eine sehenswerte Ausstellung des Naturfotografen Bernhard Diehl aus Schlitz wurde in der Schalterhalle der Volksbank Lauterbach-Schlitz eröffnet. 39 teils großformatige schwarz-weiße Bilder zeigen das ganze Spektrum des Künstlers, dem Flora und Fauna ebenso vertraut sind wie Landschaften.

Prokurist Stefan Ruhl begrüßte neben dem Fotografen und seiner Familie auch Freunde und Bekannte sowie den Ersten Stadtrat der Stadt Schlitz, Norbert Schäfer. Bernhard Diehl stammt aus der Burgenstadt, wo er auch heute noch lebt. Schon als Kind galt sein Interesse den kleinen und großen Wundern der heimischen Natur. Seine Leidenschaft zur Fotografie sei geboren worden, als er zu seiner Konfirmation eine Kamera geschenkt bekam.

Der Schwerpunkt Naturfotografie entwickelte sich 1994 beim ersten Zusammentreffen mit der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT), die ihn 2005 zum Naturfotografen des Jahres in der Kategorie „Wilde Jagd“ auszeichnete. Ruhl: „Seine Aufnahmen entstehen entweder direkt vor seiner Haustür oder in der näheren Umgebung.“ So habe er mit Erlaubnis eines Jagdpächters am Eisenberg eine Hütte errichtet, von der er seine sensationellen Aufnahmen geschossen habe. Auch im Tarnzelt brachte er viele Stunden zu, um die entscheidenden Bilder zu schießen.

Je nach Lust und Zeit fotografiere Diehl alles, was ihm vor die Linse komme: Landschaften ebenso wie Vögel, Säugetiere, Insekten und Bäume sowie Blumen aller Art. An erster Stelle steht für ihn das Naturerlebnis, das für ihn ein toller Ausgleich zur Schnelllebigkeit des Alltags sei. Seine Fotos erschienen in der heimischen Presse ebenso wie auf Kalendern. In Ausstellungen und Vorträgen bringe er die Einzigartigkeit der Natur seinen Mitmenschen näher. Seine Ausrüstung bestehe aus verschiedenen Nikon-Kameras mit unterschiedlichen Objektiven. Die meisten Bilder entstünden auf dem Stativ.

Die Vorarbeiten dauerten nicht selten Stunden und Tage. Neben passendem Licht und Hintergrund müsse der Ort stimmen, erklärte Bernhard Diehl und verdeutliche dies an einem Objekt mit Bienen auf der Salweide, Fuchsbildern im Wintern oder kämpfende Bussarda im Winter um den Fraß. Alle Bilder aus den letzten Jahren entstanden digital. Seine erste Kamera sei eine Praktika gewesen, später kamen eine Minolta und die Nikons hinzu.

Zu den in der Volksbank ausgestellten Bildern hat er auch technische Daten veröffentlicht wie Belichtungszeit, Schärfentiefe und Blenden. Besonders eindrucksvoll ist eine Collage mit Bildern von Waschbären in verschiedenen Szenen, die er in unmittelbarer Nähe seines Hauses aufgenommen hat und die die possierlichen Tiere bei ihren verschiedenen Aktivitäten zeigen. Erstaunlich auch sein Umgang mit einem zahmen Fuchs in der Gemarkung Pfordt, der ihm aus der Hand frisst.

Dass Diehl einen besonderen Blick für Bäume hat, zeigen eine Birkenallee zu verschiedenen Jahreszeiten oder der herbstliche Buchenwald im Winter. Neben dem Interesse an der Natur, seien vor allem Zeit und eine unendliche Geduld die Voraussetzungen für solche Dokumente aus der heimischen Natur. Diehl dankte den Verantwortlichen der Volksbank dafür, dass sie ihm diese Ausstellung ermöglichten.