Viele Besucher kamen zur Einweihung der neuen Angersbacher Geschäftsstelle. Diese ist nun an einem zentralen Standort an der Hauptstraße.
Architekt Stefan Mölig, Hauseigentümer Antonio Perilli, Vorstandsvorsitzender Norbert Lautenschläger, Geschäftsstellenleiter Dirk Lang und Wartenbergs Bürgermeister Dr. Olaf Dahlmann waren bei der Eröffnung anwesend.

Pressebericht aus dem Lauterbacher Anzeiger vom 22.08.2015

„Klares Bekenntnis zu Wartenberg“

Angersbacher Filiale der Volksbank Lauterbach-Schlitz eG gestern offiziell eingeweiht

Einen neuen Standort hat die Angersbacher Filiale der Volksbank Lauterbach-Schlitz eG. Sie befindet sich nun in der Lauterbacher Straße 25, unmittelbar neben dem Eiscafé Perilli. Vorstandsvorsitzender Norbert Lautenschläger sprach gestern bei der Eröffnung von der „etwas anderen Geschäftsstelle“. Architekt Stefan Mölig habe ihr nämlich ein anderes Aussehen gegeben, als es die meisten Bankfilialen hätten.

Lautenschläger erklärte, die Volksbank habe die Filiale an einen zentralen Standort in Wartenberg verlegen wollen. Zu diesem Zweck habe er den damaligen Wartenberger Bürgermeister Manfred Dickel angerufen, der sofort einige Ideen gehabt habe. Schnell sei sich die Volksbank mit der Familie Perilli einig geworden. Im November vergangen Jahres hätten die Bauarbeiten begonnen, Anfang August seien dann die neuen Räume bezogen worden.

Präsenz als Ziel

Die Entscheidung für die neue Geschäftsstelle sei „ein klaren Bekenntnis zum Standort Wartenberg“, so der Vorstandsvorsitzende. Demnächst werde die Landenhausener Geschäftsstelle in Angersbach eingegliedert. Die Volksbank habe die Absicht, in jeder Kommune präsent zu sein. Weil jedoch die Bankregulierung und die niedrigen Zinsen Sparmaßnahmen erforderten, sei es nicht mehr möglich, in jeder Ortschaft eine Filiale zu betreiben.

Wartenbergs Bürgermeister Olaf Dahlmann verwies auf ein Zitat Johann Wolfgang von Goethes, nach dem ein Gebäude am rechten Fleck, weil es durch hervorragendes Eis der Familie Perilli bereits zu einem beliebten Treffpunkt geworden sei. Das Eis und die Bankfiliale an einem Standort zu haben, mache strategisch Sinn, denn so könne einem Besuch der Eisdiele niemals das Geld ausgehen, scherzte der Wartenberger Verwaltungschef. Alte Bausubstanz sei hier modernisiert worden und werde sinnvoll genutzt. Die Verbindung von Alt und Neu sei sehr gelungen.

Aufwertung des Gebäudes

Wohl gegründet sei das Gebäude unter anderem wegen des Bekenntnisses der Volksbank zum Standort Angersbach. Gleichwohl wolle er anmerken, dass die Gemeinde Wartenberg den Rückzug des Instituts aus Landenhausen kritisch sehe, so der Bürgermeister. Dafür, dass das Gebäude vollkommen ausgeführt sei, hätten Architekten und Handwerker gesorgt. Sie hätten die Voraussetzungen für eine neue Nutzung des Gebäudes und des Außengeländes geschaffen. Dahlmanns Dank galt auch der Familie Perilli.

Architekt Stefan Mölig, Geschäftsführer der Lauterbacher Firma Neuraum, erklärte, die Bank werte das Gebäude auf, und daneben gebe es hier eine gute Eisdiele. Beide ergänzten einander sehr gut. Die Bankfiliale ist in der Scheune des geschindelten Fachwerkhauses untergebracht. Bei deren Modernisierung galt nach Möligs Worten das Motto: „Anfassen, aber irgendwie nicht berühren.“ Mit einem halben Meter Abstand zu den Außenwänden sei eine Wärmedämm-Ebene in die Hülle hinein gebaucht worden. Als er sich das überlegt habe, sei er nicht sicher gewesen, ob er den Bauherrn davon überzeugen könne. Norbert Lautenschläger und die Volksbank seien jedoch mutig und hätten sich auf diese Bauweise eingelassen. Die sei möglicherweise eine Anregung für die Eigentümer alter Fachwerkhäuser. Als weiterer Vertreter der Firma Neuraum war Innenarchitekt Christian Diegelmann anwesend. Volksbank-Chef Norbert Lautenschläger hatte zu Beginn der Einweihung noch weitere Anwesende begrüßt: Antonio Perilli und Familie, deren Berater Walter Otterbein und Peter Wald, die Bankeneinrichter der Firma IBE, den Aufsichtsrat der Volksbank mit Vorsitzendem Hans-Albrecht Lerch, den Volksbank-Beirat mit Vorsitzendem Holger Marx, alle Handwerker und alle Volksbank-Mitarbeiter.