Norbert Lautenschläger, Jonas Hahn und Alexander Schagerl (von links) informierten im Wartenberg Oval

Pressebericht aus dem Lauterbacher Anzeiger vom 10.02.2017

Sicherheit auf dem Konto und im Internet

Volksbank Lauterbach-Schlitz blickt auf erfolgreiches Jahr / Informationen zu Geldgeschäften und Online-Betrug

Trotz schwieriger Marktbedingungen war das Jahr 2016 für die Volksbank Lauterbach-Schlitz überaus erfolgreich. Das belegten die Zahlen, die die Bankvorstände Norbert Lautenschläger und Alexander Schagerl über 1000 Mitgliedern in Versammlungen in Freiensteinau, Herbstein, Engelrod, Schlitz und Angersbach präsentierten.

Im Vergleich zu anderen Geldinstituten gab es bei der Bilanzsumme ein Plus von sechs Prozent (auf 536 Millionen), das betreute Anlagevolumen stieg um 3,9 Prozent auf 579 Millionen Euro, das Kundenkreditvolumen nahm um acht Prozent auf 270 Millionen Euro zu. Zum Ergebnis 2016 war kurz und knapp festgestellt: Vorderer Platz innerhalb des Genossenschaftsverbands, geordnete Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie Stärkung des Eigenkapitals. Zu letzterem ist vorgesehen, dass jedes Mitglied seine Geschäftsanteile bis auf zehn (500 Euro) erhöhen kann. Über die Entwicklung im Einzelnen hatte der Lauterbacher Anzeiger bereits im Januar berichtet.

Mit Bildern belegten die Bankvorstände auch das gesellschaftliche Engagement ihres Hauses mit Spenden, Ausstellungen, der Unterstützung von Musik-Projekten und der Vereinsförderung mit insgesamt 36 000 Euro. Mitarbeiter beendeten ihre Aus- oder Fortbildung, Auszubildende absolvierten Sozialprojekte, es gab Angebote für bestimmte Personengruppen und sportliche Betätigungen der Mitarbeiter.

Kundenberater Jonas Hahn stellte den Mitgliedern die Online-Dienstleistungen seines Hauses vor. Dazu gehört die VR-Banking-App für Smartphone oder Tablet. Diese ermöglicht Kontenübersicht, Anzeigen von Umsätzen und Finanzstatus, Ausführung von Überweisungen, Anlegen oder Ändern von Daueraufträgen, das Versenden und Anfordern von Geld, die Suche von Filialen oder Geldautomaten, Kontosperrung über eine Hotline, sie enthält einen Finanzmanager, VR-mobileCash und Sca2Bank. Für Sicherheit beim Online-Banking sorgten das PIN-TAN-Verfahren mit TAN-Generator und VR-SecurityGo (TAN-App). Bei diesem System komme die TAN für die Überweisung aus der App, die TAN-Überweisung gehe direkt in die VR-Banking-App, es gebe zusätzlichen Schutz durch ein Passwort, das sei sicherer als das SMS-Verfahren sagte Hahn. Die Kundenberater stünden Interessierten helfend zur Seite.

Über „Internet- und Handyfallen. Wie schütze ich mich?“, referierte Sven Weber. Sicherheit im Netz sei kein neues Thema, sagte er, schon 1982 sei der erste Computervirus aufgetaucht. Heute berge die neue Technik neue Chancen und neue Risiken. Dann ging er auf Phishing-Mails ein, die nur darauf aus seien, an sensible Daten zu kommen. Sie seien durch die unpersönliche Anrede, das Signalisieren von dringendem Handlungsbedarf, manchmal durch schlechtes Deutsch, die Abfrage von vertraulichen Daten durch Links oder Formulare zu erkennen. „Ihre Bank wird Ihnen solche E-Mails nicht schicken“, sagte der Referent. Zu Neuem „auf dem Jahrmarkt der Gefahren“ zählte er Geschäftsführerbetrug, Fake (Falsch) News, Fake-Apps, Fake-Shops, schlecht gesicherte Shops, Fake-Bewertungen, falsche Anrufe von Supportmitarbeitern auf. Er gewährte einen Blick in den Daten-Schwarzmarkt mit Angeboten von Ausweisen bis Kundendaten von Online-Versendern. Er riet, Ruhe zu bewahren, nachzudenken und Online-Suchmaschinen einzusetzen oder keine unbekannten Mails zu öffnen. Ganz wichtig sei es, unterschiedliche Passwörter zu verwenden, denn „die erschweren automatische Ausspähungen“. Bei der Entscheidung zwischen Komfort oder Sicherheit im Internet solle man bedenken, Komfort sei weniger sicher, Sicherheit sei nicht so komfortabel.

Zum Abschluss der etwas über anderthalbstündigen Mitgliederversammlung im Wartenberg Oval unterhielt die HipHop-Gruppe der Tanzsportgemeinschaft Lauterbach