Vorstandsvorsitzender Norbert Lautenschläger sprach mit Lisa und Anna Hahner über ihren Erfolg beim Marathon

Pressebericht aus dem Schlitzer Bote vom 22.03.2017

Risiken eingehen kann eine Chance sein
650 Kunden der Volksbank Lauterbach-Schlitz hörten Hahner-Zwillingen zu

Von unserem Redaktionsmitglied CORINNA HISS

„Der Weg zum Erfolg“ – unter diesem Motto hatte die Volksbank Lauterbach-Schlitz am Montagabend ins Wartenberg Oval eingeladen. Rund 650 Kunden verfolgten dort gespannt den Vortrag der Hahner-Zwillinge Anna und Lisa, die über ihre Motivation fürs Laufen berichteten.

Vier Jahre lang hatte Anna Hahner auf den Marathon bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro trainiert. Doch schon nach den ersten Kilometern machte der Läuferin aus der Rhön ihre Sehne zu schaffen. Sie stand vor der Entscheidung: Aufgeben oder weiterlaufen – und damit ihre Gesundheit riskieren? Anna Hahner entschied sich für Letzteres und das Bild, wie sie lächelnd und Hand in Hand mit ihrer Schwester Lisa über die Ziellinie lief, ging um die Welt. „Das war der letzte Schritt, den ich für mehr als vier Monate machte“, erzählte die Athletin am Montagabend im Wartenberg Oval. Dorthin hatte die Volksbank Lauterbach-Schlitz zu ihrer Kundenveranstaltung eingeladen. Der Vortrag der Hahner-Zwillinge lockte rund 650 Personen nach Angersbach. Die Sportlerinnen berichteten darüber, wie sie sich täglich fürs Laufen motivieren und wie es

möglich ist, einen Marathon über 42 Kilometer zu meistern. Dabei kamen sie immer wieder auf die entscheidende Frage zurück: Lohnt sich das Risiko? Im Fall von Anna Hahner war es die richtige Entscheidung: Nach Rio fiel sie zwar verletzungsbedingt monatelang aus, trainierte aber mental weiter und ist jetzt wieder in Spitzenform.

 

„Rückschläge gehören dazu. Doch jede Bewegung ist besser als Stillstand“, gab sie ihrem Publikum auf den Weg. Ihre Zwillingsschwester Lisa betonte: „Wunderkinder werden nicht geboren, sondern gemacht.“ Sie zeigte auf, dass ihre Leistung aus hartem Training und viel Übung resultiert. So haben die Läuferinnen einen straffen Zeitplan: 6 Uhr aufstehen, 10 Uhr die erste Laufeinheit, am Nachmittag die zweite. Dazwischen pflegen sie ihre Homepage und beantworten Presseanfragen, denn die beiden sehen sich nicht nur als Sportlerinnen, sondern als Sportunternehmerinnen.

Während bei den Hahner- Zwillingen das sportliche Risiko im Vordergrund stand, ging es beim Vortrag von Frank Steinhagen, Direktor Vertrieb Union Investment Privatfonds, um das Risiko, das Bankkunden beim Geldanlegen in

Kauf nehmen – oder eben nicht. Steinhagen kritisierte die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) scharf. „Die Euro-Krise ist nicht überwunden. Der Euro als Wertespeicher ist kaputt“, sagte er. Wer sein Vermögen risikofrei und sicher im Tagesorder Festgeld anlege, verringere nach und nach die Kaufkraft, da die Zinsen niedriger sind als die Inflation. „Das

Thema Sicherheit muss in den Köpfen der Sparer neu definiert werden“, wünschte er sich und plädierte für den Kauf von Aktien. Nur weil dort die Gewinnspanne ungewiss sei, sei es kein kopfloses Risiko.

Das Publikum quittierte beide Vorträge mit langem Applaus. Für einen humoristischen Ausklang sorgten Manuela Floryan und Arno Helfenbein mit einem Sketch. Vorstandsvorsitzender Norbert Lautenschläger zeigte sich zufrieden. „Wir wollen einmal im Jahr mit all unseren Kunden feiern. Das wird immer sehr gut angenommen.“