Museumsbetreiber Hans Feick, 2. von links, mit den "Sponsoren" Alexander Altsstadt (Ortsbeirat), Markus Landgraf (Landgraf Energietechnik GmbH), Arnold Schlossbauer (Bernshausen), Kerstin Novy (Volksbank Lauterbach-Schlitz eG) und Gerhard Marx von der Jagdgenossenschaft.

Das Bild von Fritz Döring fand seinen Platz in der Weberstube.
 

Pressebericht aus dem Schlitzer Bote vom 22.08.2014

Döring – Bild kehrt heim ins Schlitzerland

Dorfmuseum „Buisch ahl Huss“ erhält eine großzügige Spende

FRAUROMBACH (sigi) Dem Spürsinn und Kunstsachverstand von Hans Bohl aus Schlitz ist es zu verdanken, dass das bekannte Ölbild „Stillleben mit dem roten Rock“ wieder ins Schlitzerland zurückkehrte. Es wurde 1966 von unserem bekannten Maler Fritz Döring gemalt. Seine neue Heimat ist nun die Weberstube vom „Buisch ahl Huss“ in Fraurombach.

Durch die großzügige Spende der Volksbank Lauterbach – Schlitz eG, Landgraf Energietechnik GmbH Heizung – und Sanitärkundendienst, Arnold Schlossbauer aus Bernshausen sowie dem Ortsbeirat und der Jagdgenossenschaft von Fraurombach, wurde es möglich, das Bild von einem Engelhelmser Kunsthändler zu erwerben. Museumsbetreiber Hans Feick nahm das Bild gerne an und dankte allen, die bei der Aktion mitwirkten. Von ihm war auch zu erfahren was es mit dem roten Rock auf sich hat.

Wer den Maler Fritz Döring in seinem Atelier besuchte, dem fiel der rote Rock auf. Er lag einmal über einem Schwingstock, ein andres Mal auf einem Brettstuhl, oder hing an der Staffelei. Döring ließ sich von der roten Farbe und dem Faltgenwurf „inspirieren“. So ist es nicht verwunderlich, dass er einige Bilder mit dem roten Rock malte. Die leuchtende, kaminrote Farbe, gab jedem Bild das gewisse Etwas, oder das iTüpfelchen. Diesen besagten roten Rock hat Ilse Otterbein aus Schlitz, aus dem Nachlass von Fritz Döring gekauft und hütet ihn wie einen Schatz.

Was spielt der rote Rock in der Schlitzerländer Tracht für eine Rolle? Er gehört zu einem von bis zu drei Unterröcken. Über diesen roten Unterrock wurde der „stolze“ Trachtenrock getragen. Im Gegensatz zu den weißen Unterröcken, konnte man den Roten auch außen tragen. Aus diesem Grund hatte er auch ein bis zwei schwarze Samtbänder am Saum und war aus schwerem Flanellstoff gefertigt. Von Liesel Feick erfuhren die Anwesenden, dass ihre Mutter, welche aus Unter – Schwarz stammte, auch einen roten Rock besaß. Wenn in Schlitz Markt war, wurde bis zum Abend der „stolze“ Rock getragen. Dann wurde der ausgezogen und im roten Rock getanzt.

Der „stolze“ Rock wurde geschont. Wenn man vom Regen überrascht wurde, zog man ihn über den Kopf, sodass nur die linke Seite nass wurde. Wenn man in einer solchen Situation einen roten Rock darunter trug, war man immer noch gut angezogen.

Wer jetzt neugierig geworden ist, der kann dieses schöne Bild im Romicher Dorfmuseum „Buisch ahl Huss“ bestaunen. Hans Feick freut sich über ihren Besuch. Zu erreichen ist er unter der Telefonnummer 06642/5110.