Einen Hausschlüssel gab es für die beiden Vorstände Norbert Lautenschläger und Alexander Schagerl (Mitte). Gratulationen für den gelungen Bau kamen von Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller (rechts), besonders auch für die beiden maßgeblichen Planer Stephan Mölig und Christian Diegelmann vom Architekturbüro neuraum (links).
 

Pressebericht aus dem Lauterbacher Anzeiger vom 26.07.2014

"Bereicherung für das Stadtbild"

Als Bereicherung für das Lauterbacher Stadtbild ist am Freitagnachmittag der Neubau des Bürogebäudes der Volksbank Lauterbach -Schlitz eG gewürdigt worden. Zur offiziellen Einweihung waren sehr viele geladene Gäste auf dem neuen Parkplatz am Landsknechtsweg zusammengekommen. Die beiden Vorstände Norbert Lautenschläger und Alexander Schagerl zeigten sich zudem beeindruckt von der Resonanz auf den „Tag der offenen Tür“; mit einem solch großen Besucheransturm in den Stunden zuvor hätten sie nicht gerechnet.

„Viele Jahre des Platzmangels und der beengten Verhältnisse gehören nun der Vergangenheit an“, betonte Vorstandsvorsitzender Lautenschläger. Schon frühere Verantwortliche der Volksbank hätten Ideen und Visionen gehabt, wie man eine Lösung finden könne – nun seien diese umgesetzt worden. Lautenschläger ließ die einzelnen Bauabschnitte Revue passieren und erinnerte daran, dass die Volksbank 2012 die an ihre Hauptgeschäftsstelle angrenzenden maroden Immobilien – Scheune und zwei Wohnhäuser – habe erwerben können und rund 1,3 Millionen Euro in den dringend benötigten Erweiterungsbau investiert habe. „Zu 99 Prozent“ seien heimische Firmen, allesamt Volksbank-Kunden, bei der Ausschreibung zum Zuge gekommen, unterstrich er.

Lautenschläger dankte den beteiligten Unternehmen ebenso wie den Bauämtern von Stadt und Kreis sowie dem Denkmalschutz, mit dem stets sehr pragmatische Gespräche geführt worden seien. Der Dank gelte aber auch den Nachbarn, die lange Zeit Lärm und belegte Parkplätze hätten ertragen müssen, sowie den Mitarbeitern der Volksbank, von denen die ersten am 2. Juli eingezogen waren. Der Bau sei zudem ein klares Bekenntnis zu der Stadt und zur Region.

Diesen Gedanken griff Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller auf, der dem Geldinstitut für die „großartige und vielfältige Unterstützung“ dankte, die die Volksbank Vereinen und unterschiedlichsten Gruppen in Lauterbach und weit darüberhinaus zuteil werden lasse. „Sie haben hier tiefe Wurzeln gesetzt“, unterstrich der Verwaltungschef und lobte die regionale Verankerung der Bank.

Viele Schritte und Beharrlichkeit seien nötig gewesen, um den Bau vollenden zu können, betonte Vollmöller, der besonders seine beiden Mitarbeiter Klaus Wahl und Hans-Otto Kühn vom Bauamt hervorhob, die den Entstehungsprozess Woche um Woche begleitet hätten. „Das Werk ist Ihnen großartig gelungen“, formulierte er zudem in Richtung Architekt Stephan Mölig, zumal es Impulse für weitere Bereiche der Stadt auslösen könne. Die Volksbank-Verantwortlichen bat er, gleichfalls Impulsgeber für die vielen mittelständischen Unternehmen in der Region zu sein. Als Geschenk hatte der Verwaltungschef die Replik eines Aquarells des Malers Grundwald mitgebracht.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sah neuraum-Architekt Stephan Mölig den gestrigen Eröffnungstag: Zum einen mit Freude, weil das Projekt habe beendet werden können, zum anderen aber auch mit Wehmut, eben weil der Entstehungsprozess nun zu Ende sei. Es habe ihm und seinen Mitarbeitern sehr viel Freude bereitet und Spaß gemacht. Dies gelte besonders auch für die Verantwortlichen der Volksbank und für die Beschäftigten des Geldinstitutes, „die nun über helle und offene Räume verfügen, die einfach zu ihnen passen“.

Wie Mölig bei einer früheren Gelegenheit ausgeführt hatte, unterliegt der Volksbank-Neubau Vorschriften des Denkmalschutzes und ist deshalb ein kleinteiliger dreigeschossiger Anbau mit Gauben, der insgesamt 2166 Kubikmeter umbauten Raum hat. Im Erd- und im Obergeschoss (je 181 Quadratmeter) sind die Büro- und Beratungsräume untergebracht, wo die Berater für Privat- beziehungsweise Geschäftskunden ihre Arbeitsplätze beziehen. Darüber gibt es ein Dachgeschoss (171 Quadratmeter). Zudem sei ein Blockheizkraftwerk eingebaut worden, ergänzte er gestern, das Alt- und Neubau mit Strom und Wärme versorgt. Auch das gemeinsame Wirken mit den Handwerkern aus der Region habe Spaß gemacht, betonte Mölig, der als Geschenk eine Million D-Mark mitgebracht hatte – allerdings kleinst geschreddert.